Willkommen zurück zur dritten Woche unserer Artikelserie rund um das Thema Resilienz! Letzte Woche haben wir uns angesehen, wie stressbedingte Anspannungen unseren Körper beeinflussen und warum die bloße Anwesenheit in der Natur – das "Waldbaden" oder bewusste Sein im Grünen – messbar das Stresshormon Cortisol senkt und das vegetative Nervensystem beruhigt. Wir haben verstanden: Die Natur hilft uns, physiologisch "herunterzufahren."
Aber was passiert im Kopf?
Heute gehen wir einen Schritt weiter. Denn Resilienz ist nicht nur eine körperliche Reaktion, sondern vor allem eine mentale Haltung. Es geht um die Art und Weise, wie wir die Herausforderungen, die das Leben uns stellt, interpretieren und bewerten.
Aktuelle Forschung: Warum Optimismus lernbar ist
Lange Zeit dachte man, Optimismus sei eine angeborene Charaktereigenschaft – man hat sie, oder man hat sie nicht. Die moderne Resilienzforschung zeichnet jedoch ein anderes Bild. Wir wissen heute, dass Optimismus eine erlernbare Fähigkeit ist.
Forschungsergebnisse aus der Positiven Psychologie, die maßgeblich von Wissenschaftlern wie Dr. Martin Seligman (Autor von "Learned Optimism") vorangetrieben wurden, zeigen: Optimistische Menschen sind nicht naiv oder ignorieren Probleme. Im Gegenteil. Sie betrachten Rückschläge als vorübergehend, begrenzt und beeinflussbar. Pessimisten hingegen neigen dazu, Probleme als dauerhaft, allumfassend und unkontrollierbar zu interpretieren.
Der Unterschied liegt in der Bewertung von Stress
Stellen Sie sich vor, ein wichtiges Projekt scheitert.
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Der Pessimist denkt: "Ich bin ein Versager. Nichts gelingt mir je. Das wird immer so bleiben."
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Der Optimist denkt: "Dieses spezifische Projekt ist gescheitert. Das ist ärgerlich, aber ich kann daraus lernen. Was kann ich beim nächsten Mal anders machen, um Einfluss auf das Ergebnis zu nehmen?"
Studien bestätigen, dass diese optimistische Haltung direkt mit einer besseren psychischen Gesundheit, geringeren Depressionsraten und einer höheren Belastbarkeit in Krisenzeiten korreliert.
Naturcoaching in Heidelberg & Rhein-Main: Den Perspektivenwechsel üben
Genau hier setzen wir bei aufBäumen mit unserem Resilienztraining an. Wir nutzen die Natur als wirkungsvollen Co-Trainer, um diesen mentalen Perspektivenwechsel zu üben.
In unseren Coachings nutzen wir zum Beispiel die Übung des "Standpunktwechsels". Ein Teilnehmer steht in einem dichten, dunklen Teil des Waldes und beschreibt seine Gefühle und Gedanken zur aktuellen Herausforderung. Die Wahrnehmung ist oft eingeengt, düster und ausweglos. Dann bitten wir den Teilnehmer, sich physisch zu bewegen – nur wenige Meter weiter, auf eine Lichtung oder an einen Punkt mit Aussicht. Von diesem neuen Standpunkt aus betrachten wir das Problem erneut. Plötzlich verändert sich die Wahrnehmung: Der Wald wirkt heller, weiter, und oft tauchen neue Lösungsansätze auf, die im Dunkeln verborgen blieben.
Die Natur als Spiegel unserer Gedanken
Wir lernen im Wald, dass Licht und Schatten, Wachstum und Vergehen, Sturm und Ruhe untrennbar dazugehören. Wir sehen Bäume, die trotz widriger Umstände wachsen, und lernen, unsere eigenen Probleme nicht als das Ende, sondern als Teil unseres Wachstumsprozesses zu betrachten.
Ihre Aufgabe für diese Woche:
Achten Sie bewusst auf Ihren inneren Monolog, wenn Sie mit einer Herausforderung konfrontiert sind. Ertappen Sie sich bei pessimistischen Bewertungen ("Das schaffe ich nie")? Versuchen Sie aktiv, die Situation optimistisch umzudeuten ("Was ist der erste kleine Schritt, den ich heute tun kann?").
Wir sehen uns nächste Woche, wenn wir tiefer in das Konzept der Selbstwirksamkeit eintauchen!
aufBäumen - draußen entwickeltsich mehr!

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