Willkommen zurück auf dem Blog von aufBäumen!
In den letzten Wochen haben wir uns bereits intensiv mit zwei großen Themen der mentalen Widerstandskraft beschäftigt: dem Optimismus und der Selbstwirksamkeit.
Aber wie hängt das alles zusammen? Woher nehmen wir die Kraft, um bei Stress und Druck im Job nicht einfach umzuknicken? Um das greifbar zu machen, arbeiten wir im Resilienztraining mit einem starken Bild: Dem Resilienzbaum.
Warum ein Baum?
Ein Baum ist das ultimative Symbol für Widerstandskraft. Er trotzt Stürmen, passt sich den Jahreszeiten an und wächst auch um harte Felsen herum. Er bricht nicht einfach; er biegt sich und schlägt tiefe Wurzeln.
Bei aufBäumen definieren wir die psychische Widerstandskraft über sieben Kernkompetenzen, die wir uns als einen kräftigen Baum mit tiefen Wurzel vorstellen können.
Die 7 Wurzeln der Resilienz
Lass uns einen Blick auf das Fundament werfen:
1. Achtsamkeit
Achtsamkeit ist der Boden, auf dem dein Baum steht. Es geht darum, im Hier und Jetzt zu sein. Wenn der Stresspegel steigt, hilft Achtsamkeit dabei, die eigenen Gefühle und körperlichen Signale wahrzunehmen, ohne sie sofort zu bewerten oder in Panik zu geraten.
2. Akzeptanz
Ein Baum beschwert sich nicht über schlechtes Wetter. Er nimmt es an. Akzeptanz bedeutet, Energie nicht in den Widerstand gegen unumstößliche Tatsachen zu stecken, sondern die Realität (und auch Rückschläge) anzunehmen, um von dort aus weiterzugehen.
3. Optimismus
Darüber haben wir in Woche 3 gesprochen. Optimismus ist das Vertrauen darauf, dass nach dem Sturm auch wieder die Sonne scheint. Es ist die Fähigkeit, das Gute zu sehen und Krisen als vorübergehend zu betrachten.
4. Beziehungspflege
Kein Baum wächst völlig isoliert im Wald; sie sind unterirdisch miteinander verbunden. Dein soziales Netzwerk – Familie, Freunde, dein Team im Job – ist dein wichtigster Halt, wenn der Wind von vorne kommt. Wer um Hilfe bitten kann, bricht seltener.
5. Selbstwirksamkeit
Unser Thema aus der letzten Woche! Es ist der feste Stamm deines Baumes. Das tiefe innere Wissen: „Ich habe die Fähigkeiten und Ressourcen, um mit dieser Herausforderung umzugehen.“
6. Kreatives Lösungsdenken
Wenn eine dicke Felsplatte im Boden den Weg versperrt, wächst eine Wurzel einfach außen herum. Resiliente Menschen verharren nicht in der Problemtrance. Sie nutzen kreatives Lösungsdenken, um neue, unkonventionelle Wege aus der Krise zu finden.
7. Zielorientiertes Handeln
Ein Baum wächst immer dem Licht entgegen. Zielorientierung bedeutet, dass du nicht nur reagierst, sondern den Blick nach vorne richtest. Du weißt, wo du hinwillst, planst konkrete Schritte und setzt sie konsequent um.
Wie tief sind die Wurzeln?
Resilienz ist nichts, was man einfach hat oder nicht hat. Der innere Baum wächst ein Leben lang und braucht Pflege. Wenn man spürst, dass im Alltag gerade der Halt fehlt, ist es Zeit, die Wurzeln zu stärken.
Genau das machen wir in unseren Outdoor Resilienztrainings in den Wäldern um Heidelberg und Mainz. Wir nutzen die Natur, um fernab vom Schreibtisch wieder spürbar an diesen sieben Säulen zu arbeiten. Aber ein Baum besteht aus mehr als nur dem, was unter der Erde liegt.
Nächste Woche wandern wir den Stamm hinauf bis in die Blätter. Wir schauen uns an, wie aus diesen Wurzeln eine aufrechte Haltung (der Stamm) und sichtbares Handeln (die Krone) wird.
Wir sehen uns draußen!
aufBäumen - draußen entwickelt sich mehr!

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