„Ich schaff das!“ – Warum Selbstwirksamkeit der wahre Motor von Resilienz ist

Letzte Woche haben wir darüber gesprochen, wie Optimismus uns hilft, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Aber Hand aufs Herz: Positives Denken allein reicht oft nicht aus, wenn der Berg an Aufgaben vor uns immer höher wird. Was wir dann brauchen, ist der tiefe Glaube daran, dass wir die Fähigkeiten besitzen, diesen Berg auch wirklich zu bezwingen. In der Psychologie nennen wir das Selbstwirksamkeit.

Forschung: Der „Vater“ der Selbstwirksamkeit

Einer der bedeutendsten Psychologen des 20. Jahrhunderts, Albert Bandura, prägte diesen Begriff. Seine Studien zeigten: Menschen mit hoher Selbstwirksamkeitserwartung sehen schwierige Aufgaben nicht als Bedrohungen, die man vermeiden muss, sondern als Herausforderungen, die man meistern kann.

Bandura fand heraus, dass dieser Glaube an sich selbst die wichtigste Zutat für Erfolg und psychische Gesundheit ist. Er unterscheidet dabei klar zwischen dem reinen Wunsch ("Ich hätte gerne weniger Stress") und der Überzeugung ("Ich weiß, dass ich Strategien habe, um diesen Stress zu bewältigen").

Warum Selbstwirksamkeit draußen entsteht

Im klassischen Büroalltag verlieren wir oft das Gefühl für unsere eigene Wirksamkeit. Wir fühlen uns wie ein kleines Rädchen in einer riesigen Maschinerie, das nur noch auf E-Mails reagiert.

Beim Outdoor Resilienztraining in den Wäldern Heidelbergs oder im Rhein-Main-Gebiet bringen wir dich wieder in den Fahrersitz. Die Natur bietet uns dafür einen unmittelbaren Lernraum:

  • Echte Erfolgserlebnisse: Ob es das Finden eines Weges abseits der Pfade ist oder das Meistern einer kooperativen Teamaufgabe im Freien – die Natur spiegelt uns sofort zurück: „Du hast gerade eine Lösung gefunden.“

  • Körperliche Rückkopplung: Wenn du draußen Hindernisse physisch überwindest, lernt dein Gehirn: „Ich kann Widerstände bewältigen.“ Diese Erfahrung lässt sich eins zu eins auf den nächsten stressigen Projekt-Deadline übertragen.

  • Fokus auf Ressourcen: Im Naturcoaching schauen wir nicht darauf, was alles fehlt, sondern wir aktivieren die Stärken, die bereits in dir und deinem Team schlummern.

Mentale Stärke durch Handeln

Selbstwirksamkeit wächst durch Tun. Wer immer nur im Besprechungsraum über Probleme redet, stärkt selten seine Überzeugung, sie auch lösen zu können. Wer aber draußen erlebt, wie aus einer Idee eine Handlung und aus einer Handlung ein Erfolg wird, baut Resilienz auf.

Diese Woche lade ich dich ein: Such dir eine kleine Aufgabe, die du schon länger vor dir herschiebst. Geh für 15 Minuten raus ins Grüne, atme tief durch und sag dir ganz bewusst: „Ich besitze die Ressourcen, um das jetzt anzugehen.“

Nächste Woche machen wir dann einen kleinen, aber extrem wertvollen Ausflug in die Theorie, der alles wunderbar greifbar macht: Wir schauen uns das Modell des „Resilienz-Baums“ an. Dabei ordnen wir genau ein, wo Optimismus und Selbstwirksamkeit als starke Wurzeln sitzen und wie dieses Bild dir hilft, deine innere Widerstandskraft noch besser zu verstehen.

 

aufBäumen - draußen entwickelt sich mehr!

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